Pfadfinder ... Allzeit bereit!

Jaja, ich hatte es schon lange versprochen etwas über die Pfadfinderstufe ins Netz zu stellen, aber bisher ist es eher bei Versprechen geblieben.

Geschichtlicher Kurzabriss

Der Pfadfindertrupp ist der älteste Teil der Westenholzer Gruppe. Er wurde am 7. September 1990 von Martin Dust gegründet und war damals ein Haufen von Messdienern die auf der Suche nach Abenteuer waren und die Geschichten die die Pfadfinder umgaben selbst erleben wollten.

Von Anfang an gab es auch schon unsere beiden Sippen. Auf der einen Seite Michael Müller und Tody mit ihren Füchsen und auf der anderen Seite Bernd Zinselmeyer und Otter mit der Sippe Kondor.

„Zwei Sippen ein Trupp“ unter dieses Motto könnte man die Anfangszeit sicher stellen. Die Sippen waren in ihrer Ausrichtung ziemlich verschieden fanden sich aber in ihren Gemeinsamkeiten unter dem Dach des gemeinsamen Trupps vereint. Die Füchse war sicherlich ein in sich erheblich zackigerer Haufen, mit viel Ehrgeiz und einem großen Willen, während es bei der Sippe Kondor alles etwas ruhiger zuging.

Das heißt aber ganz sich nicht, dass in der Sippe Kondor nichts voran gegangen werden. Sie machten sich durch ihren vielbesagten Kondorgigantismus einen Namen der in diversen Bannermasten, Sippenbauten und Sippenkisten ihren Ausdruck fand.

Nach der häufig als goldene Zeit beschriebene Ära mit Bernd und Michael kam eine Zeit der Schwierigkeiten und der Orientierungslosigkeit, was immer relativ leicht passieren kann, wenn so überragende Sippenführer ein Loch hinterlassen. Doch die Sache wurde vor dem Zusammenbruch bewahrt und Hoinz und Frank gelang es irgendwie wieder Sippen zu zusammenzuholen, die sich vor niemandem verstecken mussten. Doch die Zeit hatte sich gewandelt und spätestens nach dem Sommerlager 1998 war wohl jedem klar, dass sich etwas verändert hatte - es war jetzt mehr ein Trupp mit zwei Sippen.

Aus den Fehlern der Vergangenheiten hatte wohl alle gelernt und so gab es jetzt eine Kontinuität in der Sippenarbeit und die Nachfolger konnten immer die Löcher ihrer Vorgänger stopfen, was wohl daran lag, dass die Sippe eine Eigendynamik hatte und nicht mehr so sehr von ihrem Sippenführer abhängig waren wie zu alten Tagen.

Und nun stehen wir da mit 17 Pfadfindern in drei Sippen. Die Füchse werden von Fabian  geführt und sind sicher nicht mehr die Sippe aus alten Tagen. Man hat manchmal das Gefühl das bei den Füchsen im hohen Alter der Sippe die Weisheit und Gelassenheit einzugehalten hat. Die Kondore werden von Marius in Schwung gehalten und leben in ihrer Tradition, was manchmal nicht ganz leicht ist, da kaum einer Bernd noch selber kennt und alle Sipplinge jünger sind als die Sippe selber.
Die Falken haben seit dem Sommer 2007 mit Marcel einen Sippenführer, der weniger auf ältere Sippentradition zurückgreifen kann, was ihm aber den Freiraum gibt, seine Sippe in eine eigene Tradition zu führen.


Die Truppführung

Ich, Otter, bin in diesem Haufen der alte Hase. Meinen Job als Vorreiter mach ich schon seit Sommer 1994. Vorher war ich eine Zeit lang in der Meutenführung tätig und davor war ich auch mal Hilfskornett bei der Sippe Kondor. An meiner Seite stehen mit Manuel und Rafael ein eingespieltes Team aus der ehemaligen Kondorsippenführung zur Seite. Diese beiden jungen Führer bieten eine gute und erfrischende Ergänzung.

Die Traditionen des Trupps

Die Pfadfinder treffen sich jeden Freitag. Entweder bei den Sipplingen zu Hause, wenn eine Sippenstunde angesagt ist oder in unserem Gruppenraum an der Marienkirche, der manchmal liebevoll „Pfadfinderstift“ genannt wird. Dort beginnt dann um 17.30 die Truppstunde mit einem ohrenbetäubenden „Pfadfinder“--- „Allzeit bereit“ die Truppstunde. Nach dem gemeinsamen Pfadfindergebet wird dann Programm gemacht.


Das heißt es wird gesungen, gespielt und Spaß gehabt. Dazu kommen noch einige inhaltliche Dinge. So werden Knoten geübt, an der Ausrüstung rumgebastelt, Erste Hilfe gelernt, Orientierung vermittelt und sich manchmal auch etwas Gedanken über die Pfadfindertheorie gemacht. Nach der Stunde verabschiedet man sich mit den Sippenschreien, die auch schon die Gruppe eingeläutet haben, voneinander.

Doch das Schönste in der Pfadfinderzeit sich die Lager und Fahrten. Ob an der Ostsee, in Burgruinen oder alten Klöster, das Abenteuer ist immer mit dabei. Und man kann Ausstehenden nur schwer den Bann vermitteln, der von diesen Aktionen ausgeht.

Kluft

Wir tragen alle das selbe Hemd. Auf der einen Seite um ausstehenden zu zeigen, dass wir stolz sind zu dieser Gemeinschaft gehören und allen damit zeigen wollen: „Ja ich gehöre dazu!“ Auf der anderen Seite um einen Gegentrend gegen das Markengetue der heutigen Zeit zu setzen. Bei uns entscheidet nicht was einer hat, sondern was einer kann. Kleidung ist kein Statussymbol, sondern soll einfach nur praktisch sein.

Militärisch? Ne, militärisch soll da gar nichts dran sein. Nur beige Hemden sind einfach praktischer als rote und an Schulterklappen kann man einige wichtige Dinge, wie zum Beispiel den Kompass, festmachen.

... und was kostet das?

Einige Eltern sind manchmal geschockt und fragen sich wie teuer das Ganze dann wird, wenn die Jungen im Sommer so lange unterwegs sind.

Also am Anfang steht das Hemd, Barett und das Halstuch. Die kann man auch gebraucht bekommen, wenn man sie neu kauft ist man am Anfang auf jeden Fall mit 50 Euro dabei. Einen Vergleich mit anderen Freizeitbeschäftigungen kann man da denke ich locker angehen.

Die Freizeiten liegen bei ungefähr 150 Euro für ein zweiwöchiges Sommerlager und bei höchstens 40 Euro für ein Wochenende.

Neugierig?

Alle die nun Interesse an der Arbeit bekommen haben sind nun herzlich eingeladen vorbeizukommen und mitzutun. Am Besten Du meldest dich mal kurz bei mir, dann schreib ich dir wann und wo wir uns das nächste Mal treffen.

Herzlichst „Gut Pfad“

Euer

Otter